Studium Generale

Matthias Grünewald: Der Isenheimer Altar (1515)



Matthias Grünewald: Der Isenheimer Altar (1515)
Kaum ein anderes Kunstwerk ergreift den Betrachter so stark wie der Isenheimer Altar. Erschütternd wirkt die vordere Mitteltafel, welche die Kreuzigung in schonungsloser Brutalität darstellt. Prachtvoll dagegen leuchten die Farben des Weihnachtsbildes und der Auferstehung, die eine vollständige Verwandlung des Leibes Christi visuell erfahrbar macht.
Auf der letzten Schauseite stürmen Dämonen auf den heiligen Antonius ein, den Patron des Klosters von Isenheim, für das der Altar einst bestimmt war.
Matthias Grünewald (um 1470 -1528) lebte zwischen dem ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit. Seine Biografie bleibt weitgehend im Dunkeln.
Über Jahrhunderte war der Altar vergessen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er von den Expressionisten „wiederentdeckt“. Sie sahen in dem eigenwilligen Meister der beginnenden Renaissance einen Vorkämpfer.
Derzeit wird der Altar (heute im Museum Unterlinden, Colmar) vor den Augen der Besucher grundlegend restauriert.

1 Abend, 21.03.2019,
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Barbara Pfeuffer Studiendirektorin i. R., Studiendirektorin i. R.
A105
Haus der Kultur, Judengasse 3, 86720 Nördlingen, Raum 1, 2. OG
Kursgebühr:
7,00
 
Belegung: