Studium Generale

Paula Modersohn-Becker (1876-1907)

Pionierin der Moderne

Paula Modersohn-Becker ist eine Ausnahmeerscheinung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine künstlerische Karriere war damals dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Frauen sprach man die kreative Begabung schlichtweg ab. Von Vorurteilen dieser Art ließ sich die junge Paula Becker nicht einschüchtern und schlug selbstbewusst den von ihr gewählten Weg ein.
Zunächst begeisterte sie sich für die Malerei des Worpsweder Kreises, dessen bekanntestes Mitglied, Otto Modersohn, ihr Ehemann wurde. Später richtete sich ihr Interesse verstärkt auf das aktuelle Kunstgeschehen in Paris. Wiederholt entfloh sie der Enge des dörflichen Worpswede und genoss das freie, weltoffene Leben an der Seine. Hier empfing sie wertvolle Anregungen in der Begegnung mit Werken der Wegbereiter der Moderne, insbesondere mit denen von Paul Cézanne, den sie grenzenlos bewunderte. Dabei entwickelte sie dennoch eine ganz eigene, unverwechselbare Bildsprache, die nach ihrem frühen Tod weltweit Anerkennung fand.

1 Abend, 21.11.2019,
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Barbara Pfeuffer Studiendirektorin i. R., Studiendirektorin i. R.
A106
Haus der Kultur, Judengasse 3, 86720 Nördlingen, Raum 1, 2. OG
Kursgebühr:
7,00
 
Belegung: