(Bauern-)Häuser im Ries - Bilder einer historischen Bauaufgabe



"Wogende Getreidefelder, Lerchen über Flur und Rain, und am Uferrand die Wälder, in der Seele Sonnenschein. Willst du da um Worte ringen, wo dein Herz vor Freude glüht, von der Heimat musst du singen, singen mit dem schönsten Lied. Wo die lichten Dörflein liegen in dem weit gespannten Kreis, und die muntren Schwalben fliegen, um des Bauern Erntefleiß. Einfachheit wird hier zum Ruhme, und die Arbeit wehrt der Not, und die Scholle und die Krume, wandelt sich in täglich Brot."
Die "lichten Dörflein" wie die Rieser Ortschaften von Friedrich Völklein in seinem "Rieser Heimatlied" genannt werden, sind oft bis heute geprägt von ihren - für diese Region so typischen - wehrhaften Kirchen und deren Massiv gebauten Türmen, die gern an die Bergfriede mittelalterlicher Burgen erinnern. Das aber wohl prägendste bauliche Erbe der Rieser Kulturlandschaft, das Rieser (Bauern-)Haus, droht immer mehr zu verschwinden.
Bauten der 60er Jahre bis hin zu modernen Wohnhäusern überprägen die für unsere Region Jahrhunderte lang typische Bauweise. Manche Ortschaften haben bereits die letzten Zeugnisse dieser historischen Bauaufgabe und damit ein Stück lebendige Geschichte verloren.
Der Vortrag soll anhand von möglicht gut erhaltenen Beispielen aus Reimlingen und dem ganzen Ries aufzeigen, was das traditionelle Rieser (Bauern-)Haus ausmacht, wieso es aussieht wie es aussieht, und was sich über die Erhaltung historischer Bausubstanz und die Wahrung traditioneller Erscheinungsbilder der Rieser Ortschaften sagen lässt.

Die vorherige Anmeldung bei der VHS ist erforderlich!

1 Abend, 05.03.2020,
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Michael Künzler, Studium der Kunstgeschichte, Kultursicherung und Europäischen Ethnologie an der Otto-Friedrich Universität in Bamberg
V105
Gasthaus Braun Reimlingen, Schmähinger Straße 1, 86756 Reimlingen
Eintritt:
3,00