Studium Generale

Aufbruch in die Moderne - Kunst am Beginn des 20. Jahrhunderts



Nach der Wende zum 20. Jahrhundert herrschte in Deutschland, Frankreich und Italien eine regelrechte kulturelle Aufbruchstimmung. Junge Künstler entwickelten neue, unkonventionelle Ausdrucksformen, wandten sich gegen das allzu Schöne, die virtuose Könnerschaft und forderten den unreflektierten, spontanen Selbstausdruck. Mit "wilder" Gestik (Les Fauves) und schreienden Farben warfen sie gleichsam ihr Innerstes auf die Leinwand (Expressionismus). Plötzlich begeisterte man sich für die Kunst der Primitiven und sammelte afrikanische Masken. Kandinsky schlug den Weg zur Abstarktion ein, Picasso kreierte den Kubismus, die Futuristen schworen auf die moderne Technik. "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder sondern macht sichtbar", schreibt Paul Klee in sein Tagebuch. Was 500 Jahre gültig war, die Wiedergabe des Sichtbaren, soll der Vergangenheit angehören? Wie kommt es zu einem dermaßen radikalen Bruch mit der Vergangenheit?
Auch wenn sich während des Ersten Weltkrieges Ernüchterung breit macht, die "moderne" Kunst ist nicht mehr aufzuhalten.

1 Abend, 20.02.2020,
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Barbara Pfeuffer Studiendirektorin i. R., Studiendirektorin i. R.
A104
Haus der Kultur, Judengasse 3, 86720 Nördlingen, Raum 1, 2. OG
Kursgebühr:
7,00
 
Belegung: